Das digitale Langzeitarchiv ist ein einfaches und robustes System, das dennoch den höchsten Sicherheitsanforderungen entspricht. Es ist gegliedert in verschiedene Sicherheitsbereiche, wobei das eigentliche Archiv vollständig vom Internet abgekoppelt und vor unberechtigten Zugriffen geschützt ist.
Das digitale Langzeitarchiv besteht aus vier Teilsystemen, die weitestgehend unabhängig voneinander funktionieren:
- Ingest-System. Über einen Packer oder eine API werden SIP (Submission Information Pakets, d.h. zu archivierende Datenpakete) gebildet und dem Ingest Server zugeführt. Der Packer erstellt die SIP-Pakete gemäss dem eCH016-Standard. Die Ablieferung der SIP-Pakete kann entweder über SFTP oder eine Web-Api-Schnittstelle erfolgen.
- Workflow-System. Es organisiert und nimmt die sichere Verarbeitung der SIP wahr.
- Archiv-Informations-System. Ein webbasiertes Archivinformationssystem ermöglicht Suchfunktionen in den Meta-Daten der SIP-Pakete.
- Download-Center. Es ist gekoppelt mit dem Archiv-informations-System und ermöglicht, ganze Pakete, einzelne Geschäfte oder einzelne Dokumente anzufordern und herunterzuladen. Im Unterschied zu Papierarchiven werden im Digitalarchiv immer Kopien der angeforderten Dateien bereitgestellt. Die Daten verbleiben also im Archiv und können immer wieder von neuem angefordert und heruntergeladen werden.
Als Datenhost konnte SWITCH gewonnen werden. Als eine von Bund und acht Kantonen getragene Stiftung steht SWITCH für grösstmögliche Kontinuität und Datensicherheit. SWITCH bürgt dafür, dass die Daten nie die Schweiz verlassen.
Weitere Informationen zum Langzeitarchiv und zu archivrelevanten Arbeiten im Bereich der Geschäftsverwaltungssysteme finden Sie hier.